Hanspeter H
06. November 2025
Ich kann die positiven Bewertungen leider nicht bestätigen. Ich wurde Sonntag abends mit meiner zweijährigen Tochter abgeschleppt (wobei sich der nette Fahrer auch Mühe gab) und dann mit dem Taxi nach Bayreuth gebracht. Dort sollte ich ein ADAC-Clubmobil erhalten. Da ich erst auf dem Weg dahin erfuhr, dass die Kaution hierfür mit Karte geschehen müsste, konnte ich diese nicht hinterlegen. Alle Alternativen, die ich angeboten hatte, also Bargeld, Paypal oder Sofortüberweisung wurden abgelehnt. Ich musste somit auf ein Mietfahrzeug verzichten, was ich noch teils nachvollziehen kann, aber wurde daraufhin gebeten, mich dann wieder nach draußen zu begeben. So stand ich dann mit zwei Taschen, einem sperrigen Kindersitz und einem übermüdeten zweijährigen Mädchen nachts um 22:00 Uhr bei Nieselregen und fünf Grad Außentemperatur im Gewerbegebiet einer mir fremden Stadt. Wie sich das angefühlt hat, kann sich jeder selbst vorstellen. Der Fliesenladen gegenüber hatte zum Glück ein Vordach, unter das wir uns unterstellen konnten, bis mich dann ein Freund, den ich telefonisch kontaktieren konnte, abgeholt hat. Es ließe sich natürlich argumentieren, dass ich eine Karte hätte haben müssen und es nicht die Zuständigkeit der Mitarbeiter vor Ort ist, sich um mein Wohlbefinden zu kümmern. Mir wäre das auch nicht so sauer aufgestoßen, wenn es sich nur um mich gehandelt hätte. Aber ein kleines Mädchen und ihren Vater unter diesen Umständen einfach vor die Tür zu setzen... Um der Menschlichkeit (um diesen abgedroschenen Begriff nochmal zu bemühen) willen, hätte man wenigstens anbieten können, sich bis zur Abholung im beheizten Eingangsbereich aufhalten zu können, vor allem, da ein Kleinkind mit im Spiel war. Das habe ich persönlich als wirklich, wirklich richtig kalt und unwürdig empfunden. Als Familie hat man es in den heutigen Zeiten ohnehin nicht sonderlich leicht, aber diese Art der Behandlung habe ich noch nie erlebt und werde sie hoffentlich auch nie wieder erleben. Anmerkung vom 06.11: Danke zunächst einmal dafür, dass Sie sich die Zeit genommen haben, auf meine Kritik zu antworten. Auch ich möchte mir daher noch einmal die Zeit nehmen, auf Ihre Antwort einzugehen. Damit soll das Thema für mich aber auch erledigt sein. Ich kann Ihre Perspektive teilweise nachvollziehen. Sie schreiben, dass diese Angelegenheit zwei Seiten hat, und ich kann Ihnen hier nur vorbehaltlos zustimmen. Ich denke, es ist einfach eine Frage der Perspektive, die man hierzu einnimmt und wie man diese Dinge wahrnimmt. Sie sehen den nächsten Auftrag, ich sehe das kleine Kind und die äußeren Umstände. Sie merken des Weiteren an, dass Sie nur Ihren Job machen. Ich denke, das "nur" ist das, was unsere beiden Wahrnehmungen - Ihre als Geschäftsmann und meine als Privatperson - trennt.